Die Federn zum Erfolg geschlagen

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Beim Indiaca sind Schnelligkeit und Geschick gefragt. Fest im Blick hat Viktoria Holstein (Mitte) das Sportgerät, bereit, dem Gegner einen Punkt abzuringen.

BAD EMS/NASSAU. Jugendliche neben der Religion auch mit Sport begeistern und motivieren: Dem CVJM ist dies bundesweit hervorragend gelungen. 300 Teilnehmer in 39 Mannschaften, sie hatten sich vorher bei regionalen Turnieren qualifiziert, belegten beim Indiaca-Turnier in Bad Ems und Nassau die Sporthallen und es waren durchweg faire Kämpfe.

In zwei Klassen, A Jugend (17- 20 Jahre) und B Jugend (14- 17 Jahre), aufgeteilt in vier Spielklassen (männlich/weiblich), wurde mit dem 45 Gramm schweren „Federball“ und dem Gegner gekämpft, da hatte jedes der Teams seine eigene Strategie, ob im Angriff oder in der Abwehr. Immer wieder waren die Angreifer der Mannschaften gefragt, denn diese sorgten am Netz für die nötigen Punkte.

Nach zweimal neun Minuten, als das Ergebnis feststand, merkte man den Spielern an, dass Indiaca nicht nur ein schneller, sondern auch kräftezehrender Sport ist. Jeder spielte gegen jeden in der Gruppe bis hin zum Finale – immer wieder angefeuert von den mitgereisten Fanclubs. „Morsche Power hält auf Dauer“, erklingt es als Lisa, Viktoria, Fiona, Linda, Rebecca und Jacquline von der Mannschaft des CVJM Becheln an den Start gingen. Für sie war es ein Heimspiel in der Silberauhalle.

„Einsatz zeigen, zusammenhalten in der Mannschaft, denn unser Ziel ist es einmal auf dem Treppchen zu stehen“, so die Mädchen von der Taunushöhe, die für dieses Sportereignis in den vergangenen Wochen zusätzliche Trainingsstunden eingelegt haben. Laute Kommandos vom Spielfeldrand waren eine zusätzliche Motivation. „Wir sind schon seit Jahren bei den Turnieren dabei. Über unseren Schirmherrn, Landrat Günter Kern, haben wir Kontakte geknüpft. Die uns zur Verfügung stehenden Hallen mit ihren Tribünen sind der ideale Ort für solch eine Veranstaltung“, betonte David Bauer vom ausrichtenden Becheler Team. „Es ist schon ein Stück Glück, dass dem Becheler Team die Austragung der deutschen Jugendmeisterschaften im Indiaca übertragen wurde. Die Organisation, hier vor allem die Unterbringung und Verköstigung, ist ein Kraftakt. Solche Veranstaltungen fördert die Gemeinschaft der Jugend untereinander, denn neben den Wettkämpfen gibt es an den beiden Tagen auch noch viele Begegnungen“.

Auch wenn die eine oder andere Mannschaft nicht auf dem Treppchen stand, Gewinner waren alle Teilnehmer, zeigten sie doch, dass Sport im Team die Gemeinschaft fördert.

Text und Foto: Hans Hermann Floeck / Rhein-Lahn-Zeitung vom 09.11.2009